Aktuelles

TWS-Kalender 2017 – Mai (Stereophotographie)

„Die dürren Äste eines Baumes im Vordergrund kommen auf uns zu, als wollten sie uns die Augen auskratzen. Der Ellbogen einer Figur steht derart heraus, daß wir uns bedrängt fühlen. […] Wir fühlen uns in die Tiefe des Bildes hineingezogen.“ Diese Beobachtung stammt von Sir Oliver Wendell Holmes aus dem Jahr 1859 und behandelt das seinerzeit noch junge Medium Stereophotografie. Das stereoskopische Bild besteht aus zwei perspektivisch leicht abweichenden Aufnahmen desselben Motivs. Beim Blick durch ein Stereoskop kreuzen sich die Betrachtungswinkel der Pupillen. So verschmelzen die zwei einzelnen Bilder zu einer einzigen dreidimensionalen Darstellung. Die Stereographen nutzten das Verfahren vorwiegend für architektonische Motive und Landschaften, doch auch Motive aus dem Bereich des Theater waren aufgrund ihrer dreidimensionalen Tiefenwirkung äußerst beliebt. So erschienen ganze Serien von Rekonstruktionen bekannter Opern und Theaterstücke, die international zirkulierten und einem Massenpublikum ermöglichten, die Aufführung noch einmal zu erleben und jedes Detail der Ausstattung zu erfassen. (C.V.)

Vor Kurzem ist im Neofelis Verlag eine anschauliche Publikation von Nic Leonhardt mit Stereophotografien aus dem Bestand der TWS mit dem Titel "Durch Blicke im Blick. Stereoskopie im 19. und frühen 20. Jahrhundert" entstanden. Näheres zur Publikation finden Sie hier.

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN

Ab 1. Oktober 2016 ist die TWS geöffnet:

Montag bis Mittwoch von 10.00 bis 16.30 Uhr.

Donnerstag von 10.00 bis 19.00 Uhr

Am Freitag ist die TWS geschlossen.

Das neue Archiv der Filmplakate ist online!

Das neueste Projekt der TWS ist fertiggestellt und bietet nun ein Archiv mit 430 digitalisierten Filmplakaten aus den 1920er bis in die späten 1950er Jahre zur Recherche. 

Weitere Informationen und die Datenbank finden Sie hie: Filmplakate

Querdenker und Querulant. Carl Niessen und das Kölner Theatermuseum

Im Kölnischen Stadtmuseum war vom 24. Juni bis zum 25. September 2016 eine kleine KUBUS-Ausstellung zur Geschichte der Theaterwissenschaftlichen Sammlung und ihres Begründers Carl Niessen (1890-1969) zu sehen, die unsere Mitarbeiterin Nora Probst kuratiert hat. Der Kölner Theaterprofessor begann 1919 damit, Theatralia aus aller Welt zu sammeln und eröffnete 1932 am Salierring ein öffentliches Theatermuseum. Mit Carl Niessen hat sich die KUBUS-Austellung einer der schillerndsten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten der neueren Stadtgeschichte gewidmet und damit zugleich ein vergessenes Kapitel der Kölner Museumsgeschichte beleuchtet.

Kölnisches Stadtmuseum 24.06.-25.09.2016

Theater! Arbeit! Heyme!

Im Dezember 2015 ist im Theater der Zeit Verlag der Band „Theater! Arbeit! Heyme“ erschienen, der anlässlich seines 80. Geburtstages das vielfältige Schaffen des Regisseurs, Intendanten und Schauspielers Hansgünther Heyme verfolgt. Herausgegeben von Peter W. Marx.


Weitere Informationen sowie Bestellung unter: http://www.theaterderzeit.de/buch/theater!_arbeit!_heyme!/

Analog trifft Digital - Die Bühnenexperimente des Dramatikers Georg Kaiser

Am 2. Juli 2015 wurde die Ausstellung „Analog trifft digital – die Bühnenexperimente des Dramatikers Georg Kaiser“ in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek eröffnet. Gleichzeitig betrat Georg Kaiser im 4. Akt auch die Bühne der virtuellen Ausstellung „Orte der Utopie. Theater- und Raumkonzepte in Zeiten des Krieges. Ein Europaprojekt“, die unter http://www.ortederutopie.eu  zu erreichen ist. An beiden Ausstellungsprojekten ist die TWS mit einigen Exponaten beteiligt.

Die TWS rettet Glasplattennegative

Dank Fördergeldern des Landes NRW hatte die Theaterwissenschaftliche Sammlung die Möglichkeit einen reichen Schatz an Glasplattennegativen zu digitalisieren, welche schon lange in Kisten im Schloss geschlummert hatten. Nun haben sie zum Teil faszinierende neue Einblicke in die Theaterwelt des frühen 20. Jahrhunderts zum Vorschein gebracht.

Ein spannender Bericht über dieses Projekt findet sich im Kölner Universitäts Magazin:

http://www.portal.uni-koeln.de/

A Party for Will! goes international

Die Austellung A Party for Will!, welche die TWS gemeinsam mit dem MAKK 2014 in Köln veranstaltete, war international unterwegs und ist vom 10. Mai bis zum 16. Mai 2015 in York zu Gast gewesen. Im Rahmen des York International Shakespeare Festivals waren die Exponate im historischen Tudor Herrenhaus Heslington Hall zu sehen.

https://www.york.ac.uk/

Bei Nutzung der Links verlassen Sie das Internetangebot der Theaterwissenschaftlichen Sammlung. Für den Inhalt der folgenden Seiten ist der jeweilige Anbieter verantwortlich. Die Theaterwissenschaftliche Sammlung übernimmt keine Haftung für die Seiteninhalte Dritter.

English