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Foto: Hermann und Clärchen Baus

Sascha Förster
Zeitgeist und die Szenen der Imagination (Arbeitstitel)

Das Theater hat das Potential, uns Geschichte/n erinnern zu lassen, während wir uns auf besondere Weise der Gegenwart verbunden fühlen. Es sind diese Erfahrungen, die das Dissertationsprojekt Zeitgeist und die Szenen der Imagination über eine Neuverortung des Begriffs Zeitgeist zu analysieren sucht. Zeitgeist wird somit zu einem theaterhistorischen Werkzeug, das die Verdichtungen von Vergangenheit und Gegenwart im Theater beschreibbar macht. In zwei Fallstudien der Moderne wird Zeitgeist als Werkzeug zur Anwendung gebracht: Das National Theatre London inszeniert seinen brutalistischen Bau in Bezügen zu diversen Zeitschichten der britischen Hauptstadt, während es durch Renovierung und einer Vielzahl an Theatermedien, wie Leporellos, Homepages, Ausstellungen, Merchandising, für die Zukunft gewappnet wird. Die Szenografen der Weimarer Republik verhandeln die Geschichte gerade in der Suche nach dem radikalen Bruch mit der Vergangenheit, so dass neue Materialästhetiken auf alte Bildrepertoires treffen.

Kontakt: sascha.foerster[at]uni-koeln.de
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