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Interne Projekte

Medien-Bilder (17. bis frühes 20. Jahrhundert). Teildigitalisierung der Sammlung Werner Nekes

(2026–2028: Koordination, Konzeption, Prozessentwicklung, Datenbearbeitung)

Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) sowie dem Filmmuseum Potsdam der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (FMP), gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Das Projekt startet 2026. Ziel ist es, über 5.000 Objekte aus der Sammlung Werner Nekes zu digitalisieren und zu erschließen. Für dieses Projekt übernimmt Enes Türkoğlu vor allem die Projektkoordination und Datentransformation.

Zur Sammlung Werner Nekes

IFTR 2025 - Performing Carnival: Ekstasis, Subversion, Metamorphosis

(2025: Digital-Strategie-Entwicklung, Prozessoptimierung)

Mit über 1000 Teilnehmenden und über 900 Vorträgen war die an der Universität zu Köln stattgefundene IFTR 2025 bislang die größte und umfangreichste internationale Konferenz im Bereich der Theaterwissenschaft. Die Organisation und Durchführung einer Konferenz dieser Größe ist eine Herausforderung, die eine durchdachte Digitalstrategie-Entwicklung erforderte. Enes Türkoğlu übernahm diese Aufgabe, zu der die Prozessentwicklung und -optimierung in Bereichen wie dem Review-Verfahren, Scheduling, teilautomatisierter Kommunikation, Zertifikatgenerierung, Raumbuchung, des individualisierbaren Konferenzprogramms sowie des auf die Vorbereitungen bezogenen Aufgaben- und Dokumentenmanagements gehörten. Zusätzlich moderierte er mehrere Sessions und konzipierte ein „Forum 4 Discussion“ zum Thema „The Future of Theatre/Performance Studies and Digital Humanities“.

IFTR 2025 - Performing Carnival | IFTR-Website

Analysis of Early Modern Media Ecology

(2021: CIDOC-CRM-Datenmodellierung, Neo4j-Datenbankkonzeption & -architektur)

Das Pilotprojekt „Analysis of Early Modern Media Ecology“ fordert ein neues Paradigma der Medien- und Kulturgeschichte, das die verschiedenen aber verwobenen Formen von Kunst, Technologie, Performance und Medienpraxis berücksichtigt – wie etwa Theateraufführungen, Laterna magica, Schattenspiel, Guckkästen, Projektionen. Es betont die Polyphonie der Medienformen, den polyglotten Charakter der gesprochenen Sprachen in Europa, den Polyzentrismus der politischen Sphären, den paranationalen Charakter der räumlichen Ordnung sowie die Durchlässigkeit und Vernetzung von Wissen, Fertigkeiten und Praktiken. 

Um diesen Paradigmenwechsel zu mobilisieren, wurden Einträge aus den Quellen des 19. Jahrhunderts aus den Bereichen Theater- und Mediengeschichte extrahiert, die Daten für spezifische Regionen Europas zusammengetragen haben. Diese Daten basieren auf Magistratsakten, persönlichen Dokumenten, Theaterzetteln und anderen Ephemera. 

Die Integration dieser heterogenen Daten erforderte sowohl ein Datenmodell, das monotonic reasoning unterstützt, als auch eine Datenbank, die die nötige Flexibilität bietet. Zu diesem Zweck entwarf Enes Türkoglu ein auf CIDOC-CRM basierendes Datenmodell und migrierte die Daten in eine Neo4j-Datenbank in Form eines suggerierten Hypergraphen. Die resultierende Datenlandschaft wurde 'Chrono-Atlas' getauft, und die konkreten Ergebnisse sind in folgender Publikation veröffentlicht:

Marx, Peter W. „'Turtles all the way down': Zu methodischen Fragen der Theaterhistoriographie." Forum Modernes Theater 32, Nr. 2 (2021): 148-156.

Kompakkt - Lehre in 3D

(2017-2020: 3D Digitalisierung, Proof of Concept, Datenstandards)

Kompakkt ist ein 3D-Viewer und -Repository, der im Rahmen des QVM-Projekts 'Lehre in 3D' entwickelt wurde. Die Open-Source-Software ermöglicht nicht nur die Anzeige von 3D-Modellen (inkl. Punktwolken und Meshes), Bild-, Video- und Audiodateien, sondern auch das Arbeiten mit Multimedia-Annotationen, die Erstellung und Verwaltung von Objektsammlungen sowie die Einbettung in andere Webinfrastrukturen.

Enes Türkoglu hat in diesem Projekt die Konzeption unterstützt und dem Projekt einen theaterwissenschaftlichen 'Proof of Concept' zur Verfügung gestellt, um das Potenzial der Anwendung in Lehre und Forschung zu demonstrieren. Dazu erstellte und annotierte er mithilfe des ITCC über 60 3D-Modelle durch Fotogrammetrie und Streifenlicht-Scanverfahren. Die Projektergebnisse wurden auf internationalen Konferenzen vorgestellt und zogen große Aufmerksamkeit der Fachcommunity auf sich. Bis heute vertritt er Kompakkt seitens der Universität zu Köln und übernimmt Teilaspekte der Außenkommunikation.

Nach der Projektlaufzeit entwickelte Kompakkt ein Eigenleben und wird inzwischen von diversen Organisationen für verschiedene Zwecke genutzt. Derzeit wird Kompakkt vom Leibniz-Informationszentrum für Wissenschaft und Technologie und der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz weiterentwickelt und gepflegt. Dabei liegt der Fokus auf semantischen Annotationen, zitierfähigen Animationsmöglichkeiten und IIIF-Kompatibilität.

An der Universität zu Köln wird Kompakkt derzeit in die CAVE-Infrastruktur des ITCC integriert, um auch dort 3D-Modelle und -Annotationen erfahrbar zu machen.

Kompakkt-Website und 3D-Viewer

(Re-)Collecting Theatre History

(2018-2020: Datenmodellierung (u.a. LIDO), Datentransformation, eXistDB-Datenbankkonzeption & -architektur)

Das Verbundprojekt zielte darauf ab, personenbezogene Bestände der Theatersammlungen und -museen aus dem 20. Jahrhundert digital zusammenzuführen. Diese Bestände werden zwar in unterschiedlichen Institutionen aufbewahrt, sind aber in ihrer informativen Dimension hochgradig vernetzt. Im Gegensatz zu archivarischen Praktiken bei der Nachlass-Erfassung versuchte das Projekt, die Objekte nicht nur nach ihrer Gattung oder biografischen Einordnung zu kategorisieren, sondern sie als Zeugen der künstlerischen Kontaktpunkte in der Theatergeschichte sichtbar zu machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, kooperierte das TWS im vom BMBF geförderten Projekt „(Re-)Collecting Theatre History“ mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, dem Cologne Center for e-Humanities sowie den Theatermuseen in Düsseldorf und München. Das Vorhaben umfasste die Digitalisierung von 20 personenbezogenen Beständen und deren Erfassung in einem actor-event-basierten Datenmodell, das auf dem LIDO-Standard und der XML-Datenbank eXist-db aufsetzt. Mithilfe einer komplexen Transformationspipeline werden aus den Objektdaten Inszenierungs- und Personendaten extrahiert. Dadurch wird eine zuverlässige Durchquerung der Daten von insgesamt 2.823 Objekten, 597 Inszenierungen und 4.570 Akteur*innen und Körperschaften ermöglicht.

Enes Türkoglu und Andreas Mertgens unterstützten das Projekt sowohl methodisch-technisch als auch konzeptionell – von der Entwicklung der Eingabemaske über die Transformationspipeline bis hin zur Bilddatenverwaltung und Webpräsentation. Das Projekt schuf eine der dichtesten Datensammlungen im Bereich der digitalen Theaterwissenschaft und zeigte exemplarisch, wie eine tiefe Objekterfassung Netzwerke der Theatergeschichte sichtbar machen kann.

(Re-)Collecting Theatre History – Website |Weitere Informationen | Konferenzpaper

Digitaliserung und Erschließung: Glasplattennegative

(2014: Digitalisierung, Datenbearbeitung und- transformation)

Glasplattennegative sind in doppeltem Sinne fragil. Zum einen ist das Trägermaterial Glas zerbrechlich, zum anderen ist die chemische Schicht, auf der das Foto entsteht, schadenanfällig. Die Entwicklung eines Positivs mit analogen Methoden ist zudem recht teuer und arbeitsintensiv und birgt die Gefahr, das Negativ zu beschädigen.

Dank einer Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen konnten 3.773 Glasplattennegative aus TWS-Beständen gereinigt, vermessen, gescannt und in säurefreie Archivumschläge umgelagert werden. Die mit einem Durchlichtscanner erstellten, hochauflösenden Digitalisate wurden zu Positivbildern umgewandelt; in den meisten Fällen hatten bislang keine solchen Abzüge existiert. Für die Datenerfassung wurde der MIDAS-Standard verwendet, wobei auch Inszenierungs- und Werkdaten berücksichtigt wurden.

Franz Werner Half unterstützte das Projekt durch sein umfangreiches Epochenwissen und mit Informationen aus seiner persönlichen Sammlung zu Oper und Theater, was die Identifizierung der abgebildeten, schwer zu erkennenden Akteur*innen und Rollen ermöglichte.

Enes Türkoglu wirkte bei der Reinigung, Digitalisierung und digitalen Bearbeitung der Glasplattennegative mit und automatisierte dabei die Bildbearbeitung mittels Photoshop-Skripten. Darüber hinaus übernahm er die Datentransformation sowohl für eine Webpräsentation als auch für die Nutzung der Daten in anderen Portalen.

Seit 2024 ist das Portal für die Glasplattennegative aus technischen Gründen offline. Derzeit werden die Daten in das neue, zentrale Bestandsystem der TWS überführt.

Link zum MIDAS-XML-Datensatz der Glasplattennegative

TWS-externe Projekte

Reallexikon für Antike und Christentum: Intelligentes Register

(2020: Datenintegration, Proof of Concept, Abschluss der Projektphase)

Das Reallexikon für Antike und Christentum (RAC) ist eine umfassende Enzyklopädie, die sich mit der Entwicklung des Christentums vom 1. bis zum 7. Jahrhundert beschäftigt. Es stellt ein wichtiges Hilfsmittel zur Erforschung der Wechselwirkungen zwischen dem frühen Christentum und der antiken nicht-christlichen Umwelt dar. Die Entstehungsgeschichte des Werkes reicht bis ins Jahr 1935 zurück; bis heute werden neue Bände veröffentlicht und Teilprojekte durchgeführt. Seit 1976 wird die wissenschaftliche Bearbeitung von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gefördert. Das fachübergreifende Standardwerk für Theologie, alte Geschichte, klassische Philologie und Archäologie wird vom Franz Joseph Dölger-Institut an der Universität Bonn bearbeitet und vom Anton Hiersemann Verlag veröffentlicht.

Das Cologne Center for eHumanities (CCeH) führt gemeinsam mit dem Franz Joseph Dölger-Institut das Kooperationsprojekt ‘RAC – Intelligentes Register’ durch. Dabei ermöglicht ein vom CCeH entwickeltes Redaktionssystem den Editor*innen, einen komplexen Thesaurus zu erstellen. Dieser wird genutzt, um Verbindungen zwischen Einträgen herzustellen, die mit herkömmlichen, textbasierten Suchmechanismen in gedruckten Werken nicht abgebildet werden können. Dieses System ermöglicht es, im RAC nach verwandten Themen und Inhalten zu navigieren; entlang der hierarchischen Verschlagwortung und quer durch seine enzyklopädischen Ordnungsprinzipien.

Da das Projekt die Arbeitsleistung des CCeH (methodisch-technische Infrastruktur), des Franz Joseph Dölger-Instituts (Bearbeitung und Zuordnung der Lemmata) und des Anton Hiersemann Verlags (RAC-Publikation) sinnvoll kombiniert, kommt der Orchestrierung dieser Zusammenarbeit eine große Bedeutung zu. Enes Türkoglu ist für das CCeH in einer wichtigen Übergangsphase in das Projekt eingestiegen. Zu seinen Aufgaben gehörten einerseits die reibungslose Integration neu gelieferter RAC-Bände im geänderten TEI-Format in das System sowie andererseits die Erweiterung des Systems von einem internen Redaktionswerkzeug zu einem öffentlichen RAC-Navigationsmittel. Dabei mussten die bisherigen Ergebnisse zusammengeführt, der Arbeitsstand dokumentiert sowie technische und gestalterische Vorschläge für die kommende Phase erstellt werden. 

Das Projekt RAC-IR wird weiterhin von der Gielen-Leyendecker-Stiftung und dem Verein zur Förderung des Franz Joseph Dölger-Instituts gefördert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Reallexikon für Antike und Christentum | RAC-IR Projekt in CCeH Portfolio|

Medien der Kooperation: Medien der Praxeologie III – Digitale Forschungswerkzeuge und Umgebungen

Teilprojekt des SFB 1187, Kooperation der Universität Siegen und Universität Wuppertal.

Das Teilprojekt erforscht die kooperative Verfasstheit digitaler Forschungswerkzeuge, -daten und -praktiken. Im Kontext der Digital Humanities wird untersucht, wie Forschungsdaten hergestellt und angeeignet werden.

Nähere Informationen

ARTEST

Zusammenarbeit mit Universitäten weltweit.

Ziel des Projekts ist es, innovative Lehrmöglichkeiten zu entwickeln, Methoden der Geisteswissenschaften, Digital Humanities und Naturwissenschaften verbinden. Ebenso soll ein interdisziplinärer Master-Studiengang mit internationalen Austauschmöglichkeiten entwickelt werden, sowie ein Digital Lab als virtuelle Plattform für internationale Kleinprojekte. 

ARTEST-Website