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Neuerscheinung: Classic-ing on the Australian mainstream stage.

The place and phenomenon of classic in Australian mainstream theatre 1995-2016.

This book evaluates classic drama as an active creation. To classic is a complex theatrical practice that animates program choice, casting and staging, audience reception and critical response. Analysis of six distinct examples of pre-determined and self-nominated classic productions on the Australian mainstage is informed by postcolonial theory, specifically the settler dilemma of Indigenous cultural authority. What happens to the political edge of postcolonial aspiration within the status of classic? Close consideration of staging and casting, theatre historical perspectives, and interviews with key artists, expands the concept of classic as a dimension of theatrical and not only of dramatic reception. This book responds to a polarised debate that focused on auteur directors and the relative value of new vs classic plays. Rather than adopting a position, the study undertakes a deeper assessment of the phenomenon and place of the dramatic classic in Australian mainstream theatre. 

Konferenz: Schlaglichter auf die Sammlung Werner Nekes, 28.-30. April 2024

In Gedenken an Werner Nekes, der am 29. April 2024 80 Jahre alt geworden wäre, veranstaltet die TWS vom 28. bis 30. April 2024 in Zusammenarbeit mit ihren Partnern, dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und dem Filmmuseum Potsdam der Filmuniversität Babelsberg eine Konferenz mit umfangreichem Begleitprogramm. Weitere Einzelheiten folgen in Kürze hier! 
 

 

Neuerscheinung: Early Modern Media Ecology

The early modern world was as enigmatic as it was dynamic. New epistemologies and technologies, open controversies about the world and afterworld, encounters with various cultures, and numerous forms of entertainment wetted the appetite for ever-new sensational experiences, an emerging visual language, and different social constellations. Thaumaturgy, the art of making wonder, was the historical term under which many of these forms were subsumed: encompassing everything from magic lanterns to puppets to fireworks, and deliberately mingling the spheres of commercial entertainment, art, and religion. But thaumaturgy was not just an idle pastime but a vital field of cultural and intercultural negotiation. This Element introduces this field and suggests a new form of historiography-media ecology-which focuses on connections, formations, and transformations and takes a global perspective.

Download this publication from 23rd January 2024 - 6th February 2024 for free!

 

Norbert Kentrup (2. Mai 1949 – 8. Dezember 2023), ein Nachruf

Anfang Dezember verstarb Norbert Kentrup im Alter von 74 Jahren in Berlin. Er war der Theaterwissenschaftlichen Sammlung seit langen Jahren freundschaftlich verbunden: Sei es durch die »Party for Will« (2014), sei es durch die konzertante Aufführung von Mendelssohns Sommernachtstraum-Musik im Hof von Schloß Wahn durch das Collegium Musicum. Gemeinsam mit Dagmar Papula ließ er im Spiel die verschiedenen Figuren Shakespeares aufblitzen.
Norbert Kentrup begann seine Schauspielkarriere in Bremen und Frankfurt/Main. Ende der 1970er Jahre wandte er sich der Gründung freier Theater zu – programmatisch nach neuen Wegen der Kunst und des gemeinsamen Arbeit suchend. »Freies Theater« bedeutete für ihn nicht einfach nur eine Organisationsform, sondern eine innere Haltung und gleichzeitig gelebte Utopie.
Mit der bremer shakespeare company (1984-2001) und SHAKESPEARE UND PARTNER (ab 2001) erarbeitete er ein neues Profil der Shakespeare-Rezeption. Dabei betonte er nicht allein den spielerischen Charakter der Stücke – etwa durch Mehrfachbesetzungen –, sondern auch ein demokratischeres Verständnis, das im Konzept des »shared light« seinen deutlichsten Ausdruck fand. Spieler:innen und Publikum sollten den theatralen Moment miteinander teilen – wörtlich und metaphorisch sich auf Augenhöhe begegnen. 1997 spielte er auf ausdrücklichen Wunsch von Sam Wannamaker, dem Initiator des neu errichteten GLOBE-Theaters in London, ebendort den Shylock im Merchant of Venice.
Norbert Kentrup war ein leidenschaftlicher Schauspieler und Theatermacher, der in der Lust am Spiel und Probieren einen Weg suchte und gefunden hatte, dem ICH und der Welt näher zu kommen, wie er in seiner Autobiographie Der süße Geschmack von Freiheit (2018) schreibt. Wir sind sehr traurig und halten sein Andenken in Ehren.

Der Kalender der TWS für das Jahr 2024

Der neue Jahreskalender 2024 der Theaterwissenschaftlichen Sammlung lädt wieder zu einer Erkundungsreise durch die Bestände und Projekte unseres Hauses ein. Im Zentrum stehen dieses Mal vor allem Artefakte, in denen sich einige Jubiläen des kommenden Jahres spiegeln: Ein Altersporträt der »Duse« erinnert an ihren 100. Todestag, der 100. Geburtstag Giacomo Puccini wird mit den Ambivalenzen der »Madame Butterfly« als europäischer Phantasie von Japan in verschiedenen Inszenierungen gezeigt. Den 80. Geburtstag des zu früh verstorbenen Filmregisseurs Werner Nekes, dessen Sammlung die TWS beherbergt, feiert farbenfroh ein Durchlichtbild aus einer durch ihn überlieferten Spielzeugkiste. Die Geburtsstunde des Radios im Deutschen Reich und dessen Echoräume auf nationalen und internationalen Bühnen zeigen Figurinen ebenso wie Bühnenbildmodelle der TWS. Der Jahresreigen endet mit historischen Variationen zu Johann Strauß‘ »Die Fledermaus«, die vor 150 Jahren uraufgeführt wurde. In der Vielfalt der gezeigten Objekte wird die Bandbreite der Sammlungen der TWS sichtbar.

Die Abbildungen auf der Vorderseite werden durch Texte der TWS-Mitarbeiter:innen und Bilder auf der Rückseite ergänzt, die Sie auf die Erkundungsreise durch die Sammlung, ihre Arbeit und Geschichten der Theater- und Mediengeschichte mitnehmen werden.

Der Kalender, Format ca.DIN A4, kostet 15 Euro inkl. Versand und kann per Mail unter dem Stichwort „Gesellschaft für Theatergeschichte“ in unserem Sekretariat bestellt werden. Für Studierende und Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer der TWS gibt es weitere Preisnachlässe auf Anfrage.

 

Erkundung von Theaterräumen

Foto: Tobias Pöller, TWS

Gleich nach dem Ende der Vorlesungszeit haben wir die warmen und trockenen Sommertage genutzt, um unsere schöne Sammlung von Bühnenbildmodellen neu zu verzeichnen und abzulichten. Die Modelle ermöglichen mit ihren unterschiedlichen Materialien und spannenden Details einen sehr besonderen, sinnlichen Zugang zu Raumkonzeptionen der Theatergeschichte, der – durch vielfältige Archivalien der TWS ergänzt – zu Forschungsarbeiten einlädt. Zugleich behaupten die Modelle ihren Eigensinn und erinnern daran, dass Inszenierungen Gemeinschaftsarbeiten sind. Wir freuen uns, eine erste kleine Auswahl der in der TWS versammelten Bühnenbildmodelle zu präsentieren!

Eine länderübergreifende Initiative zum Erhalt der einzigartigen Sammlung Werner Nekes in Deutschland

Die Sammlung Werner Nekes mit rund 25.000 Objekten zur Geschichte der visuellen Künste und des Sehens ist eine der weltweit größten Sammlungen ihrer Art. Sie ist in ihrer Vielfalt und Breite so einzigartig wie herausragend. Dabei dokumentiert sie nicht nur die visuelle Kultur seit der frühen Neuzeit, sondern befasst sich auch mit frühen Formen des visuellen Geschichtenerzählens aus einer globalen Perspektive und mit Objekten aus zahlreichen Kontinenten. Es ist ein großer Erfolg, dass diese Sammlung dank der gemeinsamen Anstrengungen von drei Institutionen und acht großzügigen Förderern für Deutschland gerettet und erhalten werden konnte. Die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln, das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und das Filmmuseum Potsdam, als In-Institut der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, haben die Sammlung im Sommer gemeinsam angekauft. Ziel ist es, sie gemeinsam zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Für Presseanfragen schreiben Sie uns eine Mail. Die vollständige Pressemitteilung steht Ihnen ab sofort als Download zur Verfügung.

Aktuelle Projekte

Archiv

100 Jahre Theaterwissenschaftliche Sammlung

Das Jubiläum 2019
Die TWS hat im November und Dezember 2019 ihren 100jährigen Geburtstag mit einer umfangreichen Jubiläumsausstellung, einem bunten Rahmenprogramm sowie einer reich bebilderten Publikation gefeiert. In verschiedenen Podiumsgesprächen, Papiertheater- und Schattenspielaufführungen sowie anhand der virtuellen Begehung von 3D-Modellen gab es an zwei Tagen der offenen Tür die Möglichkeit, die Sammlung, ihre Bestände und das Team der TWS kennenzulernen. Wir bedanken uns bei Allen, die mit uns gefeiert haben! Sollten Sie das Jubiläum verpasst haben, können Sie die Highlights der Veranstaltungen hier nachlesen.

Die Jubiläumspublikation der TWS ist ab sofort hier im Handel erhältlich.