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Forschung

Die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln ist ein internationales Dokumentations- und Forschungszentrum für Theatergeschichte, Performance und Medienkultur. Die TWS vertritt einen weiten Theaterbegriff. Das bedeutet, dass sich in unserer Sammlung zu Phänomenen aus aller Welt und allen Forschungsrichtungen forschen lässt. Als Teil des Instituts für Medienkultur und Theater ist die Sammlung mit ihrer umfangreichen Bibliothek intensiv in die Lehre eingebunden und bietet Studierenden neben ihren vielfältigen Beständen auch einen einmaligen Ort zum Lernen und Forschen. Als Forschungszentrum ist die TWS sowohl Ort für individuelle Forschung wie auch für Verbundforschung.

Forschungsschwerpunkte

Critical Media History

Theater/Performance lassen sich nicht isoliert betrachten – so wenig wie sich ihre Geschichte als eine geschlossene, in sich homogene Entwicklungslinie beschreiben lässt. Das Konzept der Critical Media History (Davis/Marx 2021) stellt diese dynamischen Gefüge in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung.

Digital Humanities

Die TWS verfolgt eine differenzierte Digitalisierungsstrategie, die sowohl digitale Werkzeuge und Verfahren für die Katalogisierung und Sicherung von Sammlungsobjekten einsetzt, als auch in Forschungsprojekten die Modellierung von theaterwissenschaftlichen Metadatenstandards, Vokabularien und Ontologien vorantreibt.


Projekte und Publikationen

Aktuelle Projekte

Drittmittelförderungen, digitale Projekte und internationale Kooperationen

Publikationen

Neuerscheinungen und Publikationslisten unserer Mitarbeiter*innen


Lehre und Studium


Einblicke in unsere Sammlung

Objekte im Spotlight

Der Geist in Hamlet ist wahrlich eine „fragwürdige Gestalt“ – er bereitet nicht nur den Figuren des Dramas Unbehagen; er sucht jede Inszenierung aufs Neue heim mit seiner Frage: „Was sind Deine Gespenster heute?“

Adolf Mahnke hat in seiner Bühnenbildskizze für Gerhart Hauptmanns Inszenierung in Dresden 1927 das Moment der Verängstigung der Wachen fokussiert, wenn der Geist selbst nur ein leuchtender Schatten ohne erkennbare Konturen ist, der die Furcht der Umstehenden umso heller sichtbar werden lässt.

Wolf Vostell und Hansgünther Heyme haben sich 1979 in Köln für eine Erscheinung entschieden, der – ebenso wie dem szenischen Raum – die Zeichen medialer Durchdringung eingeschrieben sind: Die aus dem Körper ragenden Antennen senden die Botschaft der Heimsuchung an den auf dem Bildschirm erscheinenden Hamlet aus.

Beide Bilder markieren die Spannung von Aktualität und Historisch-Werden, die dem Geist innewohnt: Der Gegenwartsbezug von Gestern erlaubt eine zweite Begegnung mit dem Geist als Chiffre einer uns immer wieder herausfordenden Vergangenheit.

Text: Peter W. Marx