Tag der offenen Tür 2025
Am 2. November 2025 öffnet die TWS ab 11 Uhr das Schloss und ihre Archivräume für alle Interessierten.
Bestaunen Sie Neuzugänge, aktuelle Projekte und ausgewählte Objekte der Sammlungen Werner Nekes (Sensationen des Sehens!) und Huber (Zauberei!). Erkunden Sie die Originale zu den Abbildungen unseres neuen Jahreskalenders, den Ihnen das Team der TWS druckfrisch präsentiert.
Um 12 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr bieten wir Ihnen Führungen durch unsere Archivräume, für die wir – für eine bessere Planung – um Voranmeldung mit Uhrzeit bei Frau Schorner bitten: kschorneuni-koeln.de
15.30 Uhr entführt ein Filmprogramm Sie in die Vergangenheit des Instituts für Medienkultur und Theater (einst: Theater, Film und Fernsehen): Zu Ehren Elmar Bucks (1945–2025), der von 1979 bis 2010 Direktor der TWS war, werden Filme gezeigt, die in der von ihm gegründeten Videoabteilung des Instituts entstanden.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Tag der offenen Tür 2025
Am 2. November 2025 freuen wir uns zum Tag der offenen Tür in die Theaterwissenschaftliche Sammlung einzuladen!
In den schönen Räumen auf Schloss Wahn werden Materialien der TWS zu bestaunen sein – Neuzugänge etwa, aktuelle und abgeschlossene Projekte und vieles mehr.
Führungen durchs Haus stehen auch auf dem Programm, für die wir um Anmeldung bitten werden.
Aber Genaueres folgt. Für den Augenblick heißt es ›save the date!‹.
Wir freuen uns sehr, wenn Sie den Tag vormerken, weitersagen und vorbeikommen!
Hansgünther Heyme wird 90!
Am heutigen Freitag, den 22. August, wird Hansgünther Heyme 90 Jahre alt. Die TWS gratuliert sehr herzlich!
Hansgünther Heyme hat in den langen Jahren seiner Tätigkeit als Regisseur, Schauspieler und Theaterleiter das Kulturleben der Bundesrepublik nachhaltig geprägt. Seine Kunst, die er immer als politisch und als Arbeit verstanden hat, knüpfte an die Tradition des Regietheaters der Weimarer Republik an – auch biographisch, denn Heyme begann seine Tätigkeit u.a. als Assistent von Erwin Piscator.
Nach Anfängen als Hausregisseur und Oberspielleiter in Wiesbaden wechselte er 1968 nach Köln, wo er bis 1979 blieb. Es folgten Intendanzen in Stuttgart, Essen, Bremen und Ludwigshafen.
Seine oftmals kontrovers aufgenommenen Inszenierungen strichen die politische Dimension der Theatertexte hervor – so »Hamlet« in Köln 1979, den er in einem Bühnenbild des Künstlers Wolf Vostell als eine Parabel auf die Allgegenwart von Medien und medialer Überwachung inszenierte: Als Hamlet, den Wolfgang Robert gab, nach der Begegnung mit dem Geist seine Stimme verliert, wird diese durch Heymes eigene Stimme ersetzt – erst abstrakt per Mikrofon, schließlich aber auch die Doppelung der Körper, aus denen schließlich eine Bühnenfigur wird.
Wir sind sehr stolz, dass Hansgünther Heyme sein persönliches Archiv der TWS übergeben hat. Zahlreiche Materialien und Quellen erlauben es, die Bandbreite und Vielfalt seines künstlerischen Arbeitens nachzuvollziehen. Einen Einblick in das faszinierende Werk gibt das 2015 erschienene Buch Theater! Arbeit! Heyme! (bei Theater der Zeit).
Happy Birthday, Hansgünther Heyme!
Nachruf: Robert Wilson
Am 31. Juli 2025 verstarb im Alter von 84 Jahren der US-amerikanische Theatermacher Robert Wilson. Seit den 1970er Jahren prägte Wilson das internationale Theaterleben durch seine prägnante Bühnenästhetik. Besonders eng ist sein Name mit dem Konzept des postdramatischen Theaters verbunden.
Am Schauspiel Köln inszenierte Robert Wilson 1984 the CIVIL wars – ein breites historisches Panorama, für das Heiner Müller Textelemente schrieb.
2001 konnte die Theaterwissenschaftliche Sammlung ein Konvolut von 80 Arbeiten Robert Wilsons erwerben, das auch Skizzen zu der Kölner Inszenierung umfasst. Für eine Ausstellung dieser Arbeiten – ergänzt um weitere Bestände der TWS, vor allem Fotografien von Hermann & Clärchen Baus – schuf Wilson das oben stehende Signet.
Wir trauern um einen großen Künstler.
Beschenkt! Die Fegfeuer-Bibel von 1670
Prof. Karl Ulrich Nuss (Weinstadt) hat der Theaterwissenschaftlichen Sammlung aus seinem Privatbesitz eine prächtige Folio-Bibel aus dem Jahr 1670 überlassen. Diese in Nürnberg gedruckte Bibel weist in einigen Exemplaren eine Besonderheit auf: Im Judasbrief (V. 23) heißt es: »Etliche aber mit Forcht selig machet/und rücket sie aus dem Fegfeuer/[…].« Die Abweichung gegenüber früheren Ausgaben, die allerdings nicht in allen Exemplaren der 1670er Ausgabe zu finden ist, mag ein Fehler des Setzers gewesen sein oder eine versteckte, gegenreformatorische Provokation, da doch das Fegefeuer und die Frage der zu erwirkenden Gnade, einer der zentralen Streitpunkte der protestantischen Bewegung war.
Wir freuen uns über das Geschenk, in dem Medien-, Religions- und Kulturgeschichte so eindrücklich überkreuzen. Dankeschön! Für diese großzügige Zuwendung.
Aktuelle Projekte
IFTR2025
